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Schichtleiter Kai Grünberg

Recycling von Kunststoff und die Herstellung von Regranulat

Unsere Produktionsanlage wird mit Recycling-Kunststoffen bestückt
In Deutschland wurden im Jahr 2007 etwa 12,5 Mio. t Kunststoffe verarbeitet, wobei etwa 5 Mio. t wieder als Abfall anfielen.
[Quelle Bundesumweltamt http://www.umweltbundesamt-daten-zur-umwelt.de/ ] umweltdaten/public/theme.do;jsessionid=EMPTY?nodeIdent=2321]

mtm setzt hauptsächlich auf gebrauchte Polyethylen- oder Polypropylen-Verpackungen als Sekundär-Rohstoffe. Diese bestehen ganz überwiegend aus reinen und hochwertigen Kunststoffen, haben aber nur eine ganz kurze „Lebenszeit“, bevor sie zu Abfall werden und in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern für das Recycling eingesammelt werden. Aus dieser Sammlung beziehen wir jährlich ca. 75.000 Tonnen Sekundär-Kunststoffe und bereiten sie zu Regranulat auf. Dieses wird von unseren Kunden zur Herstellung langlebiger technischer Gebrauchsgegenstände eingesetzt. Daher sprechen wir anstelle von Recycling auch gerne von Up-Cycling (Aufwerten), weil wir dafür sorgen, dass der Kunststoff längerfristig sinnvoll als Produkt genutzt wird. Die damit verbundene Co2 – Ersparnis beträgt mehr als 1 Tonne pro Tonne Regranulat, verglichen mit der Verbrennung in einer Müllverbrennungsanlage.

Recycling: Aus Alt wird Neu

Bei der Verwertung von Alt-Kunststoffen liegt unser Fokus auf der weitestgehenden Erhaltung der ursprünglichen Qualitätseigenschaften des Kunststoffs. Diese ist ausschlaggebend für die Weiterverarbeitung des Recycling-Materials zu neuen Produkten. Um diese hohe Qualität auch langfristig und gleichmäßig halten zu können, wurde der Produktionsprozess unserer Regranulate nach ISO 9001 zertifiziert. Alle Anforderungen der REACh-Verordnung und der CLP-Verordnung werden erfüllt und regelmäßig überwacht. In unserem Qualitätsmanagement werden unsere Kunststoff-Regranulate nach dem neuesten Stand der Technologie getestet.

Der Herstellungsprozess von Regranulat

Unsere Input-Materialien erhalten wir in Ballenform von Sortieranlagen in Deutschland, Italien, den Niederlanden und Frankreich, in denen die Kunststoff-Verpackungen vorsortiert wurden. Neben Altverpackungen setzen wir auch Haushaltskunststoffe aus der Sperrmüllsammlung ein. Nach der Anlieferung bei uns werden die gebrauchten Kunststoffe zuerst in großen Shreddern zerkleinert. Danach entfernen wir Störstoffe, die in der Ballenware enthalten sein können (Metalle, Holz, Glas, Fehlwürfe, Sand, Steine, Papier), trocken-mechanisch. Nach einem weiteren Zerkleinerungsschritt werden die Kunststoffe dann in Zentrifugen mit Wasser vermischt und sortenrein getrennt. Zielfraktion sind Kunststoffe mit einem spezifischen Gewicht und Eins, die also im Wasser schwimmen. Diese heißen Polyethylen und Polypropylen (Polyolefine). Ausgeschleust werden im Zentrifugal-Trennschritt alle anderen Kunststoffarten, die im Regranulat nicht erwünscht sind (PET, Polystyrol, PVC) sowie Papierreste, Aluminiumreste, Restanhaftungen und alle anderen Stoffe. Das geschieht in einer kombinierten Wasch-/ Trennanlage. Daraufhin wird das Malgut getrocknet und schließlich zu Regranulat verarbeitet. In diesem Verarbeitungsschritt wird das Material verdichtet, bei 180 bis 240 Grad aufgeschmolzen, geknetet (plastifiziert), unter Vakuum entgast, vollständig vermischt (homogenisiert), und dann unter Wasser in die charakteristische zylindrische Körnchenform gebracht

Die so erzeugten Regranulate weisen eine hohe Qualität auf und sind somit ein idealer Rohstoff für ihre weitere Verarbeitung. Es handelt sich um PE- oder PP-dominierte Polyolefin-Produkttypen.
Hier finden Sie eine Übersicht unserer Produktklassen und deren Modifikationsmöglichkeiten.




Video: Sehen sie wie Regranualte bei mtm hergestellt werden:



Auf der nächsten Seite möchten wir Ihnen die vielfältigen Anwendungsbereiche unserer Regranulate vorstellen.

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