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mtm-News

25.10.2018

"Wind der Veränderung"

Dr. Michael Scriba mit Landesumweltminister Franz Untersteller (re.) und Ralf Brinkmann, Versitzender der Dow (© BKV 2018)

mtm-Geschäftsführer Dr. Michael Scriba moderierte das BKV Symposium am 12. Oktober in Berlin. Prominenter Gastredner war der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller, der mit hochrangigen Vertretern der...

Die rund 70 Teilnehmer beim BKV Symposium am 12. Oktober in Berlin erlebten eine hochkarätig besetzte Fachveranstaltung mit spannenden Vorträgen und Diskussion zum Stand der Kreislaufwirtschaft bei Kunststoffen. „Es weht ein Wind der Veränderung“, brachte es der Umweltminister des Landes Baden-Württemberg, Franz Untersteller, in Anlehnung an ein chinesisches Sprichwort auf den Punkt. Referenten der Kunststoffunternehmen Dow und Covestro deuteten die „Windrichtungen“ an, an denen ihre Häusern arbeiten: Neben ressourceneffizienter und umweltverträglicher Produktion spielen rohstoffliche Verwertungsverfahren und Kreislaufführung eine wichtige Rolle in ihren strategischen Überlegungen. BKV-Geschäftsführer Rainer Mantel machte in seinen Erläuterungen zum Stoffstrombild Kunststoffe in Deutschland deutlich, wo die Branche bei der Kreislaufführung gemäß den Daten und Fakten steht: Kunststoffe würden als Recyclate mit einem Anteil von 12,3 Prozent an der Kunststoffverarbeitungsmenge in den Wirtschaftskreislauf eingebracht. Über 30 Prozent der Kunststoffabfälle würden wieder in hochwertige Recyclate überführt.
Untersteller fand für das Kompetenzzentrum BKV, zu dem sich die BKV laut ihres Beiratsvorsitzenden Matthias Stechhan entwickelt habe, anerkennende Worte: Sie zeige, dass sich die Kunststoffindustrie den aktuellen Herausforderungen stelle. Kritik äußerte er erneut am Verpackungsgesetz und kündigte eine in Kürze erscheinende 50-seitige Antwort mit Daten und Fakten zum Thema „Plastik in der Umwelt“ auf eine Große Anfrage seiner Fraktion an die Landesregierung an. In der Wirtschaft könne er Impulse für mehr Produktverantwortung erkennen, mahnte aber mehr Ökodesign bei der Produktgestaltung an. Was nützten hohe Verwertungsquoten, wenn die Qualität nicht stimme und die Recyclate keine Märkte fänden, so Untersteller. Beim Thema Marine Litter seien die Einträge von Deutschland aus zwar verschwindend gering, doch könnten wir bei der Lösung des Problems helfen, müssten aber vor dem Hintergrund der Vorbildfunktion genau prüfen, „auf welches Pferd wir setzen“. Kunststoffe dürften nicht verteufelt werden, betonte der grüne Minister. Deshalb seien Lenkungsinstrumente sorgsam auszuwählen, um am Ende Kunststoffe nicht etwa mit ökobilanziell schlechteren Materialien zu ersetzen.

Mehr Information: PM der BKV vom 23.10.2018

15.12.2017

Zur Recyclingfähigkeit von Verpackungen

CEO Dr. Michael Scriba nahm an der Konferenz "Recycling und Recyclingfähigkeit von Verpackungen" am 6.12.2017 in Berlin teil. Er war gebeten worden, zu den Designanforderungen an Verpackungen aus Sicht des Recyclings...

Der gemeinsamen Einladung von AGVU, bvse und BDE zum Kongress in Berlin waren rund 170 Gäste gefolgt. Es sollte auch der letzte öffentliche Auftritt von Dr. Thomas Rummler sein, der als Unterabteilungsleiter im Bundesumweltministerium die Geschichte der Verpackunsgverordnung an entscheidender Stelle mitgeschrieben hat. Rummler verabschiedet sich am 31.1.2018 in den Ruhestand.

Vor dem Hintergrund der Verwertungsvorgaben des neuen Verpackungsgesetzes referierten neben Rummler eine Reihe von Vertretern der Branche über den Stand der Sortier- und Verwertungstechnik, Best Practices aus Unternehmen sowie Ideen fur Anreizmodelle zur Erhöhung der Recyclingfähigkeit. Zum Abschluss gab Dr. Michael Scriba einen praxisorientierten Einblick in das, worunter Recycler aufgrund der Verpackungsgestaltung zu leiden haben. Konkret benannte er unzureichende Restentleerbarkeit, Papier-Kunststoff-Kombinationen, untrennbare Kunststoffkombinationen, Metallbeschichtungen, Polyester-Polyolefin-Kombinationen und Druckfarben als Problembereiche. Auch setzte er sich mit den häufig zitierten Zielkonflikten von Kunststoffverpackungen wie etwa dem zwischen Materialvermeidung und Recyclingfähigkeit auseinander und plädierte für pragmatische Lösungen. Die müssten allerdings eines in den Vordergrund stellen: die Kreislauffähigkeit der Verpackung. Dazu müssten die herstellenden Unternehmen Design-for-recycling vorgeben und ihre Einkäufer verpflichten, nur wirklich benötigte Funktionalitäten einzufordern, so Scriba.

Mehr Information: Bericht zur Konferenz, Präsentation von Dr. Michael Scriba

20.06.2016

Aufruf zur Vernunft: Recyclingquoten endlich anheben!

Wir brauchen dringend eine Reform, die zur Anhebung der Recyclingquoten bei Kunststoffen führt! Mitte Juni haben wir von mtm plastics einen entsprechenden Aufruf versandt, in dem wir an alle Beteiligten am Entstehungsprozess fur...

Wir waren in Deutschland einmal Vorreiter beim Verpackungsrecycling. Das scheinen diejenigen, die sich auf nichts einlassen, abwarten oder blockieren, vergessen zu wollen. Der Vorsprung schmilzt, Vorbild sind wir schon lange nicht mehr. Denn das Verpackungsrecycling stagniert.

Die ökologischen Vorteile des Recyclings sind bekannt. Jede Tonne Recyclingkunststoff, die Neuware ersetzt, spart über 2 Tonnen CO2 ein. Außerdem diskutieren wir weltweit über Kunststoffe in der Umwelt und in den Ozeanen. Alle Beteiligten in der deutschen Industrie sind bereit, etwas dagegen zu tun. Dazu muss das vor 25 Jahren aufgebaute Sammel-, Sortier- und Verwertungssystem aber verbessert und ausgebaut werden. Denn die Verwertungsquoten, die sicherstellen, dass im Wettbewerb eine gemeinsame Ausgangsbasis besteht, datieren von 1991! Sie werden natürlich locker erfüllt, zumal sie faktisch einmal gesenkt wurden, als die Umstellung auf die Lizenzmenge als Bezugsgröße erfolgte. Zumindest dieser Punkt muss angepasst werden – und zwar jetzt! Eine Anhebung ist einfach, und über die Größenordnung besteht weitgehende Einigkeit. In ein paar Stufen auf rund 65 Prozent bezogen auf die Erfassungsmengen scheint ein realistischer Kompromiss.

Der komplette Aufruf vom 20.6.2016KI vom 4.7.2016 (Gastkommentar auf S. 6)

06.03.2016

Hoher Besuch in Niedergebra: Ministerpräsident Ramelow zeigt sich von mtm beeindruckt

Ministerpräsident Bodo Ramelow, mtm-Geschäftsführer Torsten Meyer und Landrat Matthias Jendricke (© mtm 2016).

Am 5. Februar 2016 besuchte der thüringischen Ministerpräsident Bodo Ramelow unser Unternehmen. In seiner Begleitung kamen die Landwirtschaftsministerin Birgit Keller, der Landrat des Landkreises Nordhausen Matthias Jendricke,...

Die Besucher informierten sich bei einer Präsentation und während des anschließenden Rundganges durch die Produktion ausführlich über mtm. Besonders interessiert zeigten sie sich an der bei uns entwickelten Technologie und an Produktbeispielen unserer Kunden, die unser Regranulat einsetzen. Mehrfach bestätigten sie das hohe Niveau unseres Know-hows zum Recycling verschmutzter und vermischter Kunststoffabfälle zu hochwertigen Produkten.

Der Ministerpräsident lobte gegenüber dem geschäftsführenden Gesellschafter Torsten Meyer insbesondere auch den unternehmerischen Mut, schon über viele Jahre trotz fehlender Planungssicherheit immer in die Kapazitätserweiterung und Weiterentwicklung des Unternehmens investiert zu haben. Damit sichere mtm 90 Mitarbeitern einen Job in einer zukunftsfähigen Branche. Ob er die kommunalfreundliche Position Thüringens im Streit um das Wertstoffgesetz überdenken wird, bleibt abzuwarten.

Foto: mtm-Geschäftsführer Torsten Meyer erläutert Ministerpräsident Bodo Ramelow (links im Bild) und Landrat Matthias Jendricke den Recyclingprozess. (© mtm 2016)

05.03.2016

Wertstoffgesetz (nicht) in Sicht

Foto: © Bundesrat/Frank Bräuer

Seit nunmehr sechs Jahren steht die Umsetzung eines Wertstoffgesetzes im Raum. Alle Versuche, es auf den Weg zu bringen, sind bislang an den divergierenden Interessen gescheitert. Inzwischen versucht die dritte...

Damit lehnt die Mehrheit der Länder den Entwurf aus dem Hause der Bundesumweltministerin nur an einer einzigen Stelle ab. Während in dem sogenannten Referentenentwurf die Organisationshoheit für die Sammlung der Wertstoffe bei der Privatwirtschaft angesiedelt ist, folgt der Bundesrat mehrheitlich dem Gegenvorschlag fünf rot-grün regierter Länder, der eine kommunale Organisationshoheit vorsieht. Duale Systeme würden nach deren Vorstellungen dann nicht mehr gebraucht. Eine zentrale Stelle soll dagegen die Sortier- und Verwertungsleistungen ausschreiben. Während Kommunen und ihre Verbände den Vorschlag selbstredend unterstützen, lehnen Industrie und Handel ihn ab, weil sie eine Kostenexplosion befürchten.

Auch der bvse Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung ist nicht begeistert von dem „Kommunalisierungsantrag“ des Bundesrats, weil er eine Verdrängung privater Fachbetriebe kommen sieht. Auch habe mit dem Beschluss die Wahrscheinlichkeit, dass noch in dieser Legislaturperiode ein Wertstoffgesetz verabschiedet wird, nicht unbedingt zugenommen. Der bvse erhoffte sich von einem Wertstoffgesetz eine Stärkung des Kunststoffrecyclings, die sowohl von der Hinzunahme der stoffgleichen Nichtverpackungen in die Sammlung als auch von deutlich höheren Quoten getragen werden sollten. Sollte das Gesetz in der jetzigen Legislaturperiode nicht mehr zu bewältigen sein, sollte aus Sicht des bvse zumindest eine weitere Novelle der Verpackungsverordnung mit höheren Recyclingquoten auf den Weg gebracht werden.

Doch noch geben wir die Hoffnung nicht auf, auch wenn der jetzige Regierungsentwurf im Bundesrat keine Chance auf Zustimmung hätte. Erstens sind angeblich auf politischer Ebene Bemühungen für einen Kompromiss angelaufen und zweitens stehen im März in drei Bundesländern Landtagswahlen an. Ändert sich dadurch die Zusammensetzung im Bundesrat, werden die Karten wieder neu gemischt. Ob dann aber die Zeit für ein Gesetz noch reicht, darüber sind sich die Experten nicht einig.

03.03.2016

Mit „New Plastics Economy“ gegen Marine Litter

Foto: www.cwf-fcf.org

Die britische Ellen-MacArthur-Stiftung präsentierte auf dem Wirtschaftsforum in Davos im Februar eine Studie, die Aufsehen erregte. Darin warnen die Autoren, dass es im Jahr 2050 in den Weltmeeren mehr Kunststoff als Fisch geben...

Die Studie der britischen Stiftung entstand in Zusammenarbeit mit dem Weltwirtschaftsforum und wurde von der Beratungsgruppe McKinsey & Company mit Analysen unterstützt. Das Hauptaugenmerk legt sie auf Kunststoffverpackungen, auf die im Jahr 2014 weltweit mit 311 Millionen Tonnen 26 Prozent der Gesamtproduktion von Kunststoffen entfielen. Von den in aller Regel nur einmal benutzten Verpackungen werden der Studie zufolge weltweit 32 Prozent nach Gebrauch durch kein Entsorgungssystem erfasst, weitere 40 Prozent deponiert und 14 Prozent energetisch genutzt. Demnach werden nur 14 Prozent recycelt. Weil bei der Aufbereitung weitere Verluste anfallen, bleiben laut der Studie nur 5 Prozent des Materialwerts für eine weitere Nutzung erhalten. Damit gehen der Wirtschaft nach Berechnungen der Autoren jährlich ein Wert in Höhe von 80 bis 120 Milliarden Dollar verloren. Hinzu kämen sogenannte externe Kosten, die das Umweltprogramm der Vereinten Nationen konservativ auf 40 Milliarden Dollar schätze.

Nur ein Systemwandel könne die absehbare Entwicklung aufhalten. Dazu brauche es eine „konzertierte globale Kooperationsinitiative“, getragen von Konsumgüterproduzenten, Kunststoff- und Verpackungsherstellern sowie Entsorgern und Recyclern, Kommunen, Regierungen und Nichtregierungsorganisationen. Im Rahmen eines „globalen Kunststoffprotokolls“ seien Materialien, Formate und Verwertungssysteme neu zu konzipieren und aufeinander abzustimmen. So sollten weltweit Standards entstehen, die  Getrenntsammlung, Sortierung und Recycling erleichtern. Lösungsansätze sehen die Autoren auch in technischen Innovationen für Verpackungen, die leichter sortiert und recycelt werden können, die weniger von fossilen Rohstoffen abhängig sind, die sich unter naturgegebenen Umständen abbauen und trotzdem auch zu recyceln sind. 

mtm konnte an der Studie leider nur in deren absolutem Endstadium mitwirken, mit dem Ziel, redaktionell noch etwas zum Realitätsbezug beizutragen. Hier zeigte sich wieder einmal, dass zu viel über und zu wenig mit den Kunststoffrecyclern gesprochen wird.

Link zur Studie: www.ellenmacarthurfoundation.org/publications

Quellen:

  • ellenmacarthurfoundation.org
  • focus.de (12.2.2015)
  • Euwid Recycling und Entsorgung 4/2016 (26.1.2016)
01.03.2016

mtm-Geschäftsführer in Dubai

mtm-Geschäftsführer Dr. Michael Scriba bekam Anfang des Jahres eine Einladung nach Dubai, um auf der PlastiCon 2016 das Business Modell mtm plastics vorzustellen. Die PlastiCon ist nach Angaben der Veranstalter die bedeutendste...

Der Auftrag lautete, anhand des Beispiels mtm plastics darzulegen, wie ein Kunststoffrecycling funktioniert, das sich auch rechnet. Scriba veranschaulichte die einzelnen Stufen des Recyclingprozesses und machte deutlich, welche Voraussetzungen für ein auch wirtschaftlich erfolgreiches Recycling erforderlich sind. Vor allem das beeindruckte die Zuhörer: Bilder von Produkten aus Re-Polyolefinen von mtm, die beispielhaft die Anwendungsmöglichkeiten von Regranulaten aufzeigten. Wie meist bei solchen Gelegenheiten erntete er ungläubiges Staunen aus der Zuhörerschaft von Kunststoffspezialisten, als er erläuterte, welche Möglichkeiten Polyolefine im Recycling haben. Scriba wies ebenso auf noch bestehende Probleme hin, die den Erfolg des Recyclings einschränken. Dazu zählen recyclingfeindliches Produkt- und Verpackungsdesign, falsche politische Weichenstellungen ebenso wie das Fehlen standardisierter Sortierkriterien. Er beschrieb den ungesunden Wettbewerb zwischen asiatischen und europäischen Recyclern, dem es an fairen Spielregeln ermangele.

Mehr Information: Präsentation PlastiCon 2016

13.11.2015

Zur Recyclingfähigkeit flexibler Verpackungen

mtm-Geschäftsführer Michael Scriba erläuterte am 13. November 2015 in Zürich, wie es aktuell um die Recyclingfähigkeit von flexiblen Kunststoffverpackungen steht.

Scriba war eingeladen, im Rahmen der EAFA/FPE Conference in Zürich über die Recyclingfähigkeit von flexiblen Kunststoffverpackungen zu sprechen. Scriba erläuterte, was eine recyclingfähige Verpackung ausmacht und unter welchen Voraussetzungen auch flexible Verpackungen etwa bei mtm plastics recycelt werden können.

 

Die Präsentation zum Vortrag finden Sie hier: "Recycling of flexible Packaging"  (PDF, Download)

26.06.2015

Scriba zur Recyclingfähigkeit von Verpackungen

mtm-Geschäftsführer Michael Scriba ist häufig eingeladen, zum Thema Recyclingfähigkeit von Kunststoffverpackungen vorzutragen. Dann erläutert er, worauf es bei der Konstruktion einer Verpackung ankommt, und erklärt, wie das Tool...

Zuletzt trug Scriba vor Vertretern der Kunststoff verarbeitenden Industrie beim Zweiten IK-Nachhaltigkeitstag am 24. Juni 2015 in Bad Homburg vor. In übersichtlicher Form macht Scriba in seinem Vortrag deutlich, wie bei der Verpackungskonstruktion die entscheidenden Weichen gestellt werden, ob eine Kunststoffverpackung gut zu recyceln ist oder nicht.

Dabei geht er alle Stufen der Wertschöpfungskette durch, von der Sammlung über die Sortierung bis zum Recycling, und zeigt auf, welche Eigenschaften einer Kunststoffverpackung einem hochwertigen Recycling im Wege stehen. Im Wesentlichen soll bei Entwicklern und Designern von Verpackungen folgende Botschaft ankommen: Wollt ihr eine recyclingfähige Verpackung auf den Markt bringen, dann vermeidet Kombinationen von Kunststoff und Papier, vermeidet Verbunde untrennbarer Polymere, vermeidet verzichtbare Additive, vermeidet bunte oder schwarze PET-Verpackungen, wo PP- oder PE-HD-Verpackungen denselben Zweck erfüllen.

Schließlich erläutert Scriba, wie das von Plastics Recyclers Europe zur Verfügung gestellte Online-Tool "RecyClass" funktioniert. Mit dem Tool können Verpackungsentwickler auf einfache Weise prüfen, ob ihr Verpackungsprojekt am Ende auch gut zu recyceln ist und wo Stellschrauben sind, um die Recyclingfähigkeit zu verbessern.

Mehr Information: Design und Recycling - Ursache und Wirkung, Präsentation von Michael Scriba zum Zweiten IK-Nachhaltigkeitstag  (PDF, Download)

27.05.2015

Scriba auf der Identiplast: Wir brauchen mehr Input

mtm-Geschäftsführer Michael Scriba war eingeladen, seine Sicht der Dinge auf der Identiplast am 29. April 2015 in Rom zur Diskussion zu stellen. Das tat er gewohnt engagiert und pointiert. Seine zentrale Botschaft: Wir recyceln...

Nur vier Prozent der europäischen Nachfrage könne mit Recyclingkunststoffen bedient werden, sagt Scriba unter Berufung auf Zahlen von Plastics Recyclers Europe (PRE). Und warum? Weil nur 26 Prozent des europäischen Kunststoffabfalls recycelt und 50 Prozent der gesammelten Kunststoffe ins europäische Ausland exportiert werden. Doch vier Prozent seien viel zu wenig, um die Nachfrage – inzwischen auch von dem einen oder anderen großen Kunststoffverarbeiter – bedienen zu können. Hier müsse dringend etwas geschehen, damit Kunststoffrecycler mehr Material für hochwertige Recyclingkunststoffe erhalten.

Scriba nennt mehrere Adressaten, die handeln müssten: Die Politik müsse mit stringenterer Regelung dafür Sorge tragen, dass keine Kunststoffe mehr auf Deponien landen und, dass Verbrennung nicht der einfachste Weg bleibe, Kunststoffe loszuwerden. Gestaffelte Deponie- und Verbrennungsabgaben sowie länderspezifische Recyclingquoten könnten den Weg dahin ebnen. Handel und Markenunternehmen fordert er ebenso wie Abfüller auf, bei der Produktgestaltung auf recylinggerechtes Design zu achten. Den Kommunen schließlich schreibt er eine vereinfachte und standardisierte Sammlung und Sortierung ihrer Kunststoffabfälle ins Aufgabenbuch. Denn die möglichst rasche Steigerung der Sammlung sei ein „must“, sagt Scriba, auch wenn die Recycler noch daran arbeiten müssten, gemeinsam mit ihren Lieferanten die mit mehr Menge verbundene Gefahr einer sinkenden Qualität zu vermeiden. Das von mtm im Dialog mit Sortierbetrieben praktizierte „Total plastics sorting“-Konzept sei dabei einer der möglichen Wege. Es sorge mit vereinfachter Aufbereitung für eine optimierte Polyolefin-Verwertung mit vergleichsweise hohen Ausbeuten. Doch hier sei der Kreativität der Recycler noch keine Grenze gesetzt.

Mehr Information: Präsentation von Michael Scriba zur Identiplast 2015 (PDF, Download)

27.05.2015

Maurer: "Mehr Recycling und mehr recyclingfähige Produkte – jetzt!"

Prof. Dr. Helmut Maurer, Europäische Kommission, DG Umwelt, Abfallwirtschaft und Recycling, Brüssel

"Mehr Recycling und mehr recyclingfähige Produkte – jetzt!"

Europa ist ein ressourcenarmer Kontinent. Wir sollten uns darauf konzentrieren, unsere Ressourcen so effizient und so sparsam wie möglich einzusetzen. Produkte am Ende ihres Lebenszyklus zu verbrennen darf deshalb nur streng im Einklang mir der Abfallhierarchie geschehen, wenn keine andere Nutzung mehr möglich ist. So - und nur so - ist auch das geltende europäische Abfallrecht zu verstehen. Überlegungen, wie sie derzeit wieder laut werden, Abfallverbrennung – insbesondere Kunststoffe betreffend – zum Baustein der Energiesicherheit zu erklären, bergen die Gefahr, Nachfrage nach Verbrennung zu stimulieren und dem gesetzlichen Auftrag von mehr Recycling zu widersprechen. Eine Energiepolitik, die auf eine gegebene Grundmenge von Abfällen setzt, und eine Abfallpolitik, deren oberstes Ziel die Vermeidung ist – das ist ein offensichtlicher Widerspruch.

Die europäische Abfallpolitik steht derzeit auf dem Prüfstand. Die Kommission hat angekündigt, den Wandel zur Kreislaufwirtschaft ambitioniert vorantreiben zu wollen. Was wir brauchen, ist kein Reförmchen, sondern ein radikaler Paradigmenwechsel. Um weg von einer linearen hin zu einer Kreislaufwirtschaft zu kommen, brauchen wir Produkte, die langlebig, wiederverwendbar, reparierbar und am Ende möglichst zu hundert Prozent recycelbar sind. Vor allem der letzte Punkt ist eine große Herausforderung. Denn das erreichen wir nicht allein mit abfallpolitischen Instrumenten wie etwa dem Erhöhen von Recyclingquoten. Dazu bedarf es vielmehr des Mutes, Produktpolitik mit Anforderungen zu versehen, die nachhaltige Produkte ermöglichen. Es ist die Aufgabe der Kommission, die Weichen richtig zu stellen. 2015 könnte also ein historisches Jahr werden.

Ihr
Helmut Maurer

Caveat: Dieser Beitrag gibt keinerlei Position der Europäischen Kommission wieder, sondern ist ausschließlich Ausdruck der Auffassungen seines Autors.

27.05.2015

mtm nimmt Stellung: Anhörung im NRW-Landtag

(Photo: Landtag NRW)

mtm war vom Landtag Nordrhein-Westfalen im März aufgefordert, an einer Anhörung zu Förderungsmöglichkeiten des Kunststoffrecyclings teilzunehmen. Die CDU-Fraktion hatte die Anhörung bereits Anfang des Jahres mit einem Antrag...

Zunächst machte Scriba deutlich, dass die im Kreislaufwirtschaftsgesetz von der EU-Abfallrichtlinie übernommene Abfallhierarchie (Abfallvermeidung, Wiederverwendung, Recycling, sonstige Verwertung, Beseitigung) insbesondere für Kunststoffe keine praktische Bedeutung habe. Der dort festgelegte Mindest-Heizwert, der von Kunststoffen generell erfüllt werde, fördere eher noch die Verbrennung, als dass er das Recycling priorisiere. 

Für eine wirkungsvolle Förderung einer stoffliche Verwertung (Recycling) von Kunststoffen brauche es Maßnahmen, die für mehr Investitionssicherheit sorgen. Derzeit fehlten in Deutschland Verwertungskapazitäten, weil die Unternehmer keine kalkulationssichere Preislandschaft erkennen könnten. Der Preisverfall vor allem bei der Beseitigung von Gewerbeabfällen, bedingt durch Überkapazitäten bei der Hausmüllverbrennung, behindere bereits seit Jahren das Recycling. Mit den niedrigen Beseitigungskosten könne kein inländischer Recycler konkurrieren, der mit hohen Energiekosten und anspruchsvollen Umweltauflagen zurechtkommen müsse. Mit Maßnahmen wie Mindestrecyclingquoten, Vorbehandlungs- und Getrennthaltungspflichten käme man dagegen nur schwer an. Helfen könne laut Scriba hier nur die Festlegung eines maximalen Heizwerts für Gewerbeabfälle zur Beseitigung verbunden mit einer Verbrennungsabgabe bei Nichtbeachtung. Die daraus entstehenden Einnahmen könnten in einen Fond fließen, aus dem etwa anfallende Stilllegungskosten für überschüssige Verbrennungskapazitäten gedeckt werden könnten.

Für mehr Investitionssicherheit wären darüber hinaus eine sichere Rohstoffversorgung und definierte Qualitätsstandards für Kunststoffabfälle erforderlich, so Scriba weiter. Um eine sichere Auslastung ihrer Anlagen zu erreichen, bräuchten die Recyclingunternehmen allerdings ausreichend lange Vertragslaufzeiten. Doch dafür sei ihre Verhandlungsposition angesichts der niedrigen Verbrennungspreise denkbar schwach. Für definierte Qualitätsstandards, wie sie etwa bei Glas, Metall oder Papier üblich seien, für Kunststoff aber noch fehlten, sollte ein Gremium aus Recyclern, Logistikern und Anfallstellen gemeinsam Kriterien festlegen, die vor allem die Anforderungen des Produktrechts berücksichtigten. Auch hier wünsche Scriba sich einen „politischen Anschubs“.

Bei der Frage nach geeigneten Recyclingquoten plädiert Scriba für einen Mittelweg zwischen Input- und Output-bezogener Quote. Gegen eine Quote, die sich auf die zugeführte Menge beziehe, spreche der Mangel an Qualitätskriterien, weil auch Wasser oder nichtverwertbare Anteile mitzählten. Gegen den Bezug auf die Outputmenge spreche die Praxis der Materialmischungen, mit denen die geforderten Produktqualitäten erreicht werden. Diese Ströme bis zum Endprodukt nachzuweisen, bedeute aber einen unverhältnismäßigen Aufwand. Und: Die Unternehmer müssten Betriebsgeheimnisse offen legen, die mit der Verpackungsverordnung überhaupt nichts zu tun haben. Das mache keiner freiwillig. Deshalb plädiert Scriba für einen Mittelweg: Eine Input-bezogene Quote mit pauschalen Abschlägen etwa für Feuchtigkeit oder Störstoffe, die durch neutrale Untersuchungen belegt seien.

18.11.2014

mtm wächst weiter

mtm-Geschäftsführer Torsten Meyer (Foto: Roland Obst)

Bis Ende 2016 werden acht Millionen Euro in die Erweiterung des Werks in Niedergebra investiert. Im ersten Schritt sollen bis Februar 2015 das Granulatlager vergößert werden und zwei neue Logistikhallen entstehen. 

Anschließend soll im zweiten Schritt, wenn das Bauamt grünes Licht gibt, die Produktionsfläche um 2.000 Quadratmeter größer werden. Mit der geplanten Erweiterung sind voraussichtlich rund 20 neue Arbeitplätze verbunden. Weil der Standort Niedergebra dann an seine Grenzen stoßen wird, denkt mtm daran, innerhalb der nächsten fünf Jahre ein zweites Werk im Landkreis zu errichten. Die Thüringer Allgemeine berichtet in ihrer Ausgabe vom 18.11.2014 ausführlich über die kurz- und mittelfristigen Pläne von mtm.

Zum Artikel in der Thüringer Allgemeine: http://nordhausen.thueringer-allgemeine.de

31.10.2014

Kunststoffe-TV zur Purpolen®-Reihe

Kunststoffe.TV berichtet über die Re-Polyolefine von mtm und deren Beitrag zum Umweltschutz.

In 36 Sekunden vermitttelt Kunststoffe.TV die Bandbreite von Purpolen® und den Beitrag der Re-Polyolefine zum Klimaschutz:

20.08.2014

mtm macht mit

mtm plastics nimmt am Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen (NAT) teil. Dabei handelt es sich um eine freiwillige Vereinbarung zwischen der Thüringer Landesregierung und der Thüringer Wirtschaft.

NAT führt Politik, Verwaltung und Wirtschaft bei den Themen Klima- und Umweltschutz, Ressourcenschonung und Energieeffizienz zusammen. Die Unternehmen und Organisationen, die sich dem Nachhaltigkeitsabkommen angeschlossen haben, eint das gemeinsame Grundverständnis, was eine nachhaltige Entwicklung fördert: ein schonender und verantwortungsvoller Umgang mit den natürlichen Ressourcen und die Orientierung an der Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen. mtm plastics erfüllt diese Grundsätze vor allem mit der freiwilligen Anwendung eines Energiemanagementsystems gemäß DIN EN ISO 5001.

Mehr Information: http://www.thueringen.de/

02.06.2014

Purpolen® kommt im Markt an

Foto: Ralf Gosch/fotolia

Die von mtm neu entwickelte Produktreihe Purpolen® findet bei unseren Kunden durchweg positive Resonanz.

Ende vergangenen Jahres starteten wir das neue Produkt, für das wir als Ausgangsstoffe nach Farben und Kunststoffarten sortiertes Material nutzen. Die daraus hergestellten PP- und PE-HD-Granulate überzeugen beim MFI, der Extrusionsfähigkeit und vor allem in ihrer Farbigkeit. Die Erfahrungen, die unsere Kunden seit Januar damit machen, bestätigen die Qualität und Einsatzbreite der Produktreihe.

Im vergangenen Jahr investierten wir in die neue Produktionslinie. Seit Januar dieses Jahres fahren wir neben der bekannten Dipolen®-Reihe nun auch die neue Purpolen®-Produktreihe auf Volllast. Die sehr positiven Rückmeldungen, die wir seitdem aus unserem Kundenkreis zu den Qualitäten und erweiterten Einsatzmöglichkeiten des neuen Granulats erhalten, bestärken uns in der Entscheidung, die Kapazitäten für Purpolen noch auszubauen. Dazu übernahmen wir wesentliche Komponenten der SORTEC-Anlage, die seinerzeit das Duale System Deutschland als Projekt im Rahmen der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover installiert und in der Folgezeit immer wieder ergänzt hatte. Nun wird sie in modifizierter und modernisierter Form in unserem Werk in Niedergebra zum Einsatz kommen und unsere Produktionskapazität erweitern. Der sich abzeichnende Kapazitätsbedarf für Purpolen® zeige einmal mehr, dass mtm mit seiner Strategie, sich zu einem Kunststoffproduzenten zu entwickeln, richtig liege, meint der für den Technologie-Einsatz verantwortliche Geschäftsführer Torsten Meyer.

Ausgangsstoffe für Purpolen® sind HD-PE- und PP-Kunststoffteile, die wir unter anderem aus Sperrmüllsammlungen erhalten. In unserer Anlage werden sie in mehreren Schritten aufbereitet, dabei nach Farben und Kunststoffarten sortiert, bevor sie in die Extrusion gehen. Das Ergebnis sind Granulate, die sich für die Herstellung hochwertiger Produkte auch aus dem Endverbraucher-Segment eignen. Kundenwünsche nach Farben und bestimmten Eigenschaften können wir nun immer flexibler bedienen.

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In knapp viereinhalb Minuten veranschaulicht der Film den gesamten Herstellungsprozess vom Ausgangsmaterial bis zum Regranulat.
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Den ersten wesentlichen Schritt für besseres Recycling von Kunststoffverpackungen machen Designer. Für sie hat PRE "RecyClass" entwickelt. Mit dem interaktiven Online-Fragebogen können Designer und Hersteller überprüfen, wie recyclingfreundlich ihre Verpackung ist.

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Susanne Kaufhold, Vertriebsinnendienst / Disposition

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